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In Wald und Flur gibt es keine Hausnummern ... und gerade daran kann die Kette der Erste-Hilfe-Maßnahmen schon scheitern. Nicht überall finden sich Orientierungstafeln, im Stuckenberg bildet da die Schneise der A 2 schon eine Grenze und wer abseits des markierten Wegenetzes unterwegs ist, bleibt angewiesen auf himmelskundliche Wegbeschreibungen wie »5 Minuten östlich der Spinne«, »auf der Betonstraße« oder südlich der Fischteiche.
Dies alles kann aber nur ein erster Schritt sein, ein sicheres Nordicwalken bzw. Walken zu gewährleisten. Um die Kette der Erste-Hilfe-Maßnahmen noch fester zu knüpfen, versammelten sich am Montag und am vergangenen Samstag der zurückliegenden Woche 12 Mitglieder des Walking und Freizeitsport E.V. im Vereinsheim am Stadion in Herford um einen zweitägigen Kurs in Erste-Hilfe zu absolvieren.
Geleitet wurde der Kurs von Frau Conrad von den Johannitern. Theorie und Praxis der Ersten Hilfe stand auf dem Stundenplan, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten, auch mit wenigen Hilfsmitteln schon wirksam Hilfe zu leisten. Oft genügt schon ein Verbandpäckchen, eine Packung Tempotücher, ein Dreiecktuch um mittels Anlegen eines Druckverbandes z.B. eine bedrohliche Blutung zu stillen oder einen Tragering herzustellen.
Am Montag stand zunächst auch viel Theorie auf dem Stundenplan, daneben wurde aber auch die Rettung verletzter Personen aus einem, PKW geübt. Die Gruppe lernte die Bausteine der Rettungskette kennen die gewiss kein Schmuckstück ist – aber dennoch nicht minder wertvoll genannt werden darf. Sie beginnt bei den lebensrettenden Sofortmaßnahmen, setzt sich über das richtige Absetzen eines Notrufes fort, geht über in die Erste-Hilfe-Leistung, wird abgelöst vom Eintreffen des Rettungsdienstes und findet ihr Ende mit dem evtl. nötigen Transport ins Krankenhaus.
Ein Kursus, der mit "HLW" (Herz-Lungen-Wiederbelebung) mehr Sicherheit im Umgang mit Notfällen vermittelt hat und über die normalerweise im Rahmen des Walking/Nordicwalking vorkommenden Notfälle weit hinausging.
Um wertvolle Erfahrungen reicher verließen die Teilnehmer am Samstagnachmittag das Vereinsheim am Herforder Stadion und dankbar fasste die Vereinsvorsitzende Helga Sarzio die Inhalte zusammen: »Am zufriedensten sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wenn die erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten nie angewandt werden müssen.«
Wer das Walken/Nordicwalken unter Begleitung qualifizierter Betreuer/Betreuerinnen einmal kennen lernen möchte, ist herzlich zu den regelmäßigen Treffs am Parkplatz Obernberg eingeladen – jeweils Dienstag und Donnerstag um 18.30 Uhr, Mittwoch und Sonntag um 09.30 Uhr. Mittwochs und Sonntags wird darüber hinaus noch eine Wandergruppe gebildet.
Nähere Auskünfte erteilt Helga Sarzio – Tel. 05221 – 34 78 80 oder im Internet.